Samstag, 31. Januar 2026
WO SIND DIE MEISEN IN DER NACHT?
Dienstag, 27. Januar 2026
TABLETTEN-SCHORSCH.
Sonntag, 25. Januar 2026
BUCHTIPP!
GOLDSPUR DER GARBEN
Dienstag, 20. Januar 2026
DIE TEXTAUFGABE.
Wenn die Technik veraltet, wenn der Baum sich schüttelt und sein Blätterwerk abgibt, wenn der Bart ins Graue übergeht, wenn das alte Haus in sich zusammenfällt, wenn der Wagen liegen bleibt, wenn ein Zeugnis alles besiegelt, wenn die Urne sich senkt, wenn die Bahnstrecke stillgelegt wird, wenn Großvater ein letztes Mal seufzt, wenn die Tränen getrocknet sind, wenn der Leichenwagen über die Dorfstraße holpert, wenn das Kinderspielzeug verstaubt, wenn im Flacon nur noch die Leere gähnt, wenn die Luft raus ist, wenn die Schwestern und Ärzte überm Krankenbett flüstern, wenn das Wasser in der Vase verdunstet ist, wenn der Laden für immer schließt, wenn die Scheidung amtlich ist, wenn das Grab frisch ausgehoben wurde, wenn die Kinder aus dem Haus gehen, wenn der Flieger senkrecht fällt, wenn die Felder brach liegen, wenn die Stille versteht zu brüllen, wenn der Frieden sich ergibt, wenn die gute Laune abgelaufen scheint, wenn der Schimmel alles übernimmt, wenn der Kapitän das Schiff verlässt, wenn der Pfarrer sich in der Scheune aufknüpft, wenn die Löcher in den Socken nicht mehr gestopft werden, wenn die Lust in Gier übergeht, wenn die Zeit zu Staub wird, wenn sich unsere Hände loslassen, wenn sich alle Farben ins Negative verwandeln, wenn Kerzen sich nicht mehr entzünden lassen, wenn auf die Tischdecke keine Flecken mehr passen, wenn mein Blick ins Leere fällt, wenn die Rosen nicht mehr riechen, wenn die Tiere den Hass entdecken, wenn die Fahrt kein Ende nimmt, wenn sich Holz nicht spalten lässt, wenn der Zufall es nicht will, wenn das Sieb keinen Durchlass mehr kennt, wenn kein Weg vorbei geht, wenn die Berge zu Wasser werden, wenn ein Echo nie mehr verstummt, wenn das letzte Hemd nicht existiert, wenn am Ende der Schlange kein Ende in Sicht ist, wenn Bücher sich nicht öffnen lassen ...
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Samstag, 17. Januar 2026
JAZZ! ALTER MANN!
THE OSCAR PETERSON TRIO macht Jazz alter Mann! Aufreizend vulgär sinkt die Nadel ins Gerillte und beginnt mit dem „Night Train“ von Duke Ellington. Locker flockig und leicht klimpert das Piano in die schwüle warme Nacht hinein. Vereinzelte Junikäfer wummern immer wieder an die erleuchteten Fenster meines Arbeitszimmers, erbeten damit Einlass in irgendeinen vermuteten Zustand des Glücks. Der schlanke Hals eines Supermarkt-Bieres biedert sich an und erzwingt schließlich ein leichtes Rauschen in der Hitze des Gefechtes. Zärtlich streichelt das kurz gehaltene „Georgia on my mind“ über meine aufrecht stehenden Rückenhaare, der Wolf wird heute keine Lämmer mehr reißen - es kann alles so schön unwirklich sein.
Donnerstag, 15. Januar 2026
NACHT.
Dienstag, 13. Januar 2026
TRIO.
Steffen packte das Lenkrad seines Kleinbusses herzhaft mit beiden Händen und starrte in das Scheinwerferlicht der entgegenkommenden Wagen ... stierte angestrengt in den Wirbel der Schneeflocken ... in all die Bewegungen eines winterlichen Zaubers hinein ... hier auf der Ausweichstraße zwischen den totgeschwiegenen Ortschaften. Er hatte ordentlich einen sitzen und die Fusel-Fahne belegte den gesamten vorderen Teil des Personenbeförderungswagen. Die kurvenreiche Straße kannte Steffen aus dem FF und wie von selbst schwang sich sein müde gewordener Körper in die Biegungen ... wiegte sich im Gleichtakt der Fliehkräfte und sorgte damit für den einen oder anderen ungeplanten Sekundenschlaf. Der Bus schien den Weg zu kennen und die kraftvollen Finger unterstützten ihn bei der Navigation. Steffen hatte alles im Griff, die Fahrgäste waren sicher und ein bleich gewordener Mondschein schaffte es hin und wieder durch die Dichte Decke der Wolken.
Samstag, 10. Januar 2026
GRAF PORNO.
Peter verflucht ein ums andere mal die viel zu bunten Bilder und greift dann doch immer wieder sehnsüchtig auf sie zurück. In einer Art Entschuldigung meint er leicht verlegen, irgendetwas müsse sich ja ein guter Mann gönnen. Peter mag die reifen und üppig gebauten Damen und er schmiegt sich unverblümt in ihre einladenden Schöße. Für kurze Momente fühlt sich das immer wundervoll an - bringt aber am erschlafften Ende immer nur die eine Erkenntnis: Der Traum ist einmal wieder aus!
Dienstag, 6. Januar 2026
DER TEPPICH.
Sonntag, 28. Dezember 2025
2026 IN ALLER RUHE.
Natürlich hat der liebe gute Peter seine schneeweiße Davidoff-Gold bis zum äußersten Rand des Filteransatzes tief in sich hinein gesogen - und dann hat er auch wie immer seine fast geleerte Holsten-Edel-Bierdose kurz vor dem letzten Schlucken vorsichtig geschüttelt ... als sei da noch irgendwelches kostbares Fruchtfleisch drin, welches keinesfalls zurückbleiben dürfe. Peter hat eben seine unverrückbaren Angewohnheiten und knallharten Prinzipien. Er ist ein durchaus greifbarer Mensch.
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In die aller größte Stille hinein, ins unbegreiflich Stumme, scheinbar ohne jegliche Bewegung und letztlich wie vakuumverpackt ... lärmt ein...
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Alte Menschen wellen sich, welken nach und nach - und manchmal fallen sie einfach so in sich zusammen. Mir gegenüber sitzt einer von jenen, ...
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Der Film hat mich wirklich sehr berührt. Es flossen Tränen auf meine klebrigen Hände (Popcorn!). So schnell konnte man mich berühren! Das st...









